Breitbandausbau abgeschlossen

Zukunftsfähige Infrastruktur
Stadt Dessau-Roßlau und Stadtwerke Dessau schließen NGA-Breitbandausbau ab

 

Der flächendeckende NGA-Breitbandausbau in den bisher unterversorgten Bereichen des Stadtgebietes Dessau-Roßlau ist technisch abgeschlossen. Im Auftrag der Stadt Dessau-Roßlau hat die DATEL Dessau in nur rund 14 Monaten elf Stadtteile und 19 Gewerbestandorte für die Anbindung an das schnelle Internet erschlossen.

„Mit dem Abschluss des Vorhabens ist ein wichtiger Meilenstein in der weiteren Entwicklung der Stadt Dessau-Roßlau zu einem modernen und zugleich lebenswerten Wirtschafts- und Wohnstandort gelegt“, hält Oberbürgermeister Peter Kuras zum Projektabschluss fest.

In den Ortsteilen Rodleben, Sollnitz, Meinsdorf, Mühlstedt, Streetz/Natho, Neeken, Brambach, Rietzmeck, Roßlau, Tornau und Bernsdorf kann nun mit Internetgeschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s im Download gesurft werden. In den Gewerbegebieten stehen den ansässigen Firmen Internetgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s im Down- und Upload zur Verfügung. Bei direkter Glasfaseranbindung bis ins Gebäude sind zukünftig auch Geschwindigkeiten bis in den Gigabit-Bereich möglich. Erschlossen wurden folgende Gewerbestandorte:

in Dessau: Mitte, Flugplatz, Industriepark Am Waggonbau, Ost, West, Süd (DB Fahrzeuginstandhaltung), An der Fine, Daheimstraße/Erich-Köckert-Straße, Am Friedrichsgarten, debolon (Ziebigk), Golfpark (Köthener Straße), Am Rehsumpf, in Roßlau: Industriehafen, Lukoer Straße, Ost, West
in Rodleben: DHW, Mittelbreite, Biopharmapark

Nach einem mehrstufigen Ausschreibungsverfahren erhielt die DATEL Dessau als Tochtergesellschaft der Stadtwerke Dessau den Auftrag zum Ausbau des Breitbandnetzes. Mit einem sym-bolischen Spatenstich am 16. Oktober 2017 in der Gemeinde Rodleben wurde mit dem flächendeckenden Breitbandausbau in Dessau-Roßlau begonnen. Den Auftakt bildeten die Ortsteile Rodleben, Sollnitz und Meinsdorf, gefolgt von Roßlau, Mühlstedt, Streetz/Natho sowie Neeken, Brambach und Rietzmeck.

Im gewerblichen Bereich erfolgte der Ausbau zunächst für die Gewerbestandorte nördlich der Elbe und wurde dann im Stadtgebiet Dessau fortgesetzt. Nach erfolgreicher Abnahme war der geförderte Ausbau in allen Gebieten zum 30. Juni 2019 abgeschlossen.

„Der flächendeckende Breitbandausbau ist eine nachhaltige Investition in die zukunftsfähige Infrastruktur des gesamten Stadtgebiets“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Zänger. „Die DATEL Dessau ist hierbei ein wichtiger Partner für die Stadt, ihre Präsenz vor Ort ist ein großer Vorteil. Wir haben mit unserer Kompetenz und Erfahrung maßgebend zur Realisierung dieses wichtigen Projekts beigetragen. Mit Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s im privaten Bereich und bis zu 100 Mbit/s für den gewerblichen Bedarf sind in den bisher unterversorgten Gebieten alle Voraussetzungen für leistungsstarke Breitbandanschlüsse geschaffen. Für die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität unserer Region ist dies ein entscheidender Vorteil.“

„Unsere Kunden profitieren nun von attraktiven Paketangeboten für Telefon und Internet, zugeschnitten auf die jeweiligen Bedürfnisse und Anforderungen“, erläutert Stadtwerke-Geschäftsführer Dino Höll. Vom schnellen Surfen über Videotelefonie bis zum Fernsehen auf Knopfdruck ist damit alles möglich – parallel, ohne lange Ladezeiten, Ruckeln oder Zeitverzögerungen – selbst wenn die gesamte Familie gleichzeitig online ist.
„Der Bandbreitenbedarf wächst vor allem aber auch im unternehmerischen Bereich stetig“, so Dino Höll. „Deshalb freuen wir uns, dass nun auch unsere Gewerbekunden flächendeckend vom Highspeednetz  profitieren – mit individuellen Lösungen, zugeschnitten auf Unternehmensgröße, Branche und Technologieanforderungen.“ Bei direkter Glasfaseranbindung bis ins Gebäude sind zukünftig auch Geschwindigkeiten bis in den Gigabit-Bereich möglich. Interessierte Geschäftskunden können sich für einen Glasfaseranschluss vormerken und ihre Anschlussmöglichkeiten unverbindlich prüfen lassen.

Seit Beginn des Ausbaus steht für die Information und persönliche Beratung ein eigenes Vertriebsteam zur Verfügung. „So waren und sind wir immer mit direkten Ansprechpartnern vor Ort und haben unsere Kunden eng in den Ausbauprozess eingebunden – von Informationsveranstaltungen vor den Baumaßnahmen über Beratungstage mit eigenem Infomobil bis zu individuellen Terminen, die nach Wunsch im Kundenzentrum oder zu Hause stattfinden können. Damit bieten wir von der technischen Ausstattung bis zum Service alle Leistungen aus einer Hand, einschließlich persönlicher Einrichtung der Router und 24-Stunden-Erreichbarkeit.“ Wer noch keinen Breitbandanschluss hat und vom schnellen Netz profitieren möchte, kann jederzeit einen Beratungstermin vereinbaren und sich individuell beraten lassen. Weitere Informationen zu den DATEL-Produkten erhalten Kunden persönlich im Stadtwerke-Kundenservice, telefonisch unter der kostenfreien Servicenummer 0800 899 2727 oder www.datel-dessau.de.

Der flächendeckende NGA-Breitbandausbau beruht auf dem Bundesförderprogramm zur Unterstützung des Breitband-ausbaus in der Bundesrepublik Deutschland in Ergänzung des Förderprogramms (EFRE) des Landes Sachsen-Anhalt zum Ausbau eines leistungsfähigen Breitbandzugangsnetzes. Insgesamt standen Fördermittel vom Land Sachsen-Anhalt in Höhe von 553.000 Euro unter Einbeziehung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung sowie 316.000 Euro aus der Bundesbreitbandförderung.

Projektträgerin des Infrastrukturvorhabens war die Stadt Dessau-Roßlau vertreten durch das Amt für Wirtschaftsförderung. Bei der Vorbereitung und Realisierung wurde diese unter anderem durch die GRK Potsdam GbR als zertifiziertes Breitbandberatungsunternehmen sowie die antene KOM GmbH (Projektträgerin des Bundes) unterstützt.

Im Rahmen der Umsetzung investierten die Stadtwerke Dessau über ihre Tochtergesellschaft DATEL rund neun Millionen Euro, davon flossen rund vier Millionen Euro in die Anbindung der Gewerbestandorte.

Insgesamt wurden mehr als 70 Kilometer Tiefbau fertiggestellt, rund Kilometer 50 Glasfaserkabel verlegt und mehr als 30 neue Multifunktionsgehäuse aufgestellt. Summiert man alle verlegten Glasfasern ergibt sich eine Gesamtlänge von rund 4.100 Kilometern. Durch die Nutzung vorhandener Leerrohrsysteme und die Anwendung moderner Bohrspülverfahren konnten die baubedingten Einschränkungen im öffentlichen Raum gering gehalten werden.